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Pflege | Ratgeber Kosten | Definition Pflegekosten, Hotelkosten, Investitionskosten | Was muss ein Pflegebedürftiger aus eigener Tasche selbst bezahlen?

Wie setzen sich die Pflegeheimkosten zusammen?

Die Pflegeheimkosten bezeichnen die Heimkosten einer Pflegeeinrichtung (Heimentgelt), die ein Bewohner für die Unterbringung und Versorgung pro Tag aufbringen muss. Die Höhe des Pflegesatzes wird durch die Vorgaben der Landespflegegesetze der Bundesländer bestimmt und gliedert sich in mehrere Bestandteile auf.
           

Der sogenannte Pflegesatz setzt sich dabei zusammen aus den eigentlichen Pflegekosten (PK), den sogenannten Hotelkosten (HK), den Investitionskosten (IK), den besonderen Komfortleistungen für Unterkunft und Pflege und den zusätzlichen pflegerisch-betreuenden Leistungen.

Pflegekosten

Die Pflegekosten beinhalten die reinen Sachkosten und die Personalkosten für die Pflege. Je nach Pflegestufe des Heimbewohners sind diese Kosten sehr unterschiedlich. In Deutschland werden die Pflegekosten von der zuständigen Pflegekasse mit einer Pauschale bezuschusst.

Hotelkosten

Diese beinhalten die Kosten für Unterkunft und Verpflegung und umfassen im Wesentlichen die Kosten für Wohnen im Alter: die Miete des Wohnraums, die Energiekosten, die Kosten für Essen und Trinken und die Reinigungskosten. Diese Kosten sind vollständig vom Bewohner der stationären Einrichtung zu entrichten. Die Hotelkosten werden durch die Einkünfte (meistens Rentenzahlungen) erbracht. Reichen diese nicht aus, tritt der Sozialhilfeträger im Rahmen der Hilfe zur Pflege in Vorleistung.
 
Das Vermögen des zu Pflegenden wird ebenfalls zur Kostendeckung mit herangezogen. Auch Angehörige können verpflichtet werden, entsprechende Zahlungen zu leisten, denn "Verwandte in gerader Linie sind verpflichtet, einander Unterhalt zu gewähren" (§ 1601 BGB).

Investitionskosten

Der Anteil der Investitionskosten am Pflegesatz beinhaltet die Kosten für die Instandhaltung und Werterhaltung der Pflegeeinrichtungen. Diese Kosten hängen stark vom Alter und Zustand des Gebäudes ab und fallen daher sehr unterschiedlich aus. Dieser Bestandteil der Pflegeheimkosten ist ebenfalls vom Bewohner zu zahlen, wenn die Pflegeeinrichtung nicht nach Landesrecht gefördert wird. Falls der Bewohner auf Hilfe zur Pflege angewiesen ist, geht auch hier der Sozialhilfeträger unter bestimmten Voraussetzungen in Vorleistung und übernimmt die Investitionskosten als sogenanntes Pflegewohngeld.
 
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