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Aktuelle Information: Immer mehr ältere Menschen müssen arbeiten | Versicherungsagentur Thomas Schuster

Immer mehr ältere Menschen müssen weiter arbeiten

Die Anzahl der Erwerbstätigen im Alter von 65 bis 69 Jahren hat sich in kürzester Zeit mehr als verdoppelt.
Das zeigt die neueste Statisik der Statistischen Bundesamts.

Verdoppelung in nur 9 Jahren

Im Jahr 2005 waren lediglich sechs Prozent dieser Altersgruppe noch erwerbstätig und in der Gruppe der 60-
bis 64-Jährigen waren es gerade mal 28 Prozent.

Im Jahr 2014 lag die Erwerbsquote der 65- bis 69-Jährigen bereits bei 14 Prozent (Frauen zehn Prozent und Männer bei 17 Prozent). Bei den 60- bis 64-Jährigen stieg der Anteil derer, die noch arbeiteten sogar auf 52 Prozent (Frauen 46 Prozent und Männer 59 Prozent). Damit hat sich die Quote der erwerbstätigen älterer Menschen im Vergleich zu 2005 in etwa verdoppelt.

Besteuerung der Rente bereits um 40 Prozent gestiegen

Seit 2005 steigt die Besteuerung der Renten jedes Jahr an. Wie viel Steuern tatsächlich zu zahlen sind, hängt davon ab, wann jemand in Rente geht. Festgelegt wurden diese Regeln im Alterseinkünftegesetz, das am 01.01.2005 in Kraft trat.

Wer 2005 und früher in Rente gegangen ist, muss 50 Prozent seiner Rente versteuern. Ging jemand ab 2006 in Rente, so sind 52 Prozent seiner Rente steuerpflichtig, ab 2007 sind es 54 Prozent, ab 2008 sind es 56 Prozent.

Diese jährliche Steigerung bewirkt, dass ein Neurentner im Jahr 2015 bereits 70 Prozent seiner Rente versteuern muss. Und ab dem Jahr 2040 sind es sogar 100 Prozent. Das bedeutet, dass allein aufgrund der immer höheren Besteuerung der Rente immer weniger Geld netto zum Leben übrig bleibt.

Ab 2040 werden 100 Prozent der Rente steuerpflichtig

Der Anteil der Rente, auf den Steuer gezahlt werden muss, steigt also auch in den nächsten Jahren weiter an. Demzufolge wird wohl auch der Anteil der älteren Erwerbstätigen weiter ansteigen, weil die Rente nicht reicht.

Frühzeitig prüfen

Um sicher zu gehen, dass Sie auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze nicht aus finanziellen Gründen arbeiten müssen, sondern - wenn überhaupt - dies auf freiwilliger Basis tun, sollten Sie vorzeitig privat vorsorgen. Denn die gesetzliche Rente entspricht bereits seit Jahren bei weitem nicht mehr dem Einkommen, das jemand während seiner Erwerbstätigkeit jeden Monat in der Tasche hatte.

Daher gilt es möglichst frühzeitig zu klären, ob die voraussichtliche gesetzliche Rente tatsächlich ausreicht, um den Lebensstandard auch im Alter zumindest einigermaßen zu halten. Zudem gibt es individuelle, teils staatlich geförderte Anlage- und Vorsorgekonzepte. Welche hiervon für Sie geeignet sind? Lassen Sie es uns einfach herausfinden.

Gesetzliches Anrecht auf bAV (betriebliche Altersversorgung)

Übrigens: Seit 2002 haben Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf eine betriebliche Altersversorgung in Form einer Entgeltumwandlung. Eine kurze Übersicht über verschiedene Formen der privaten und betrieblichen Versorgung finden sie » HIER.